kirche_christkoenig.jpg

Die Anfänge des kirchlichen Lebens in Güdesweiler liegen wie so oft im Dunkel der Geschichte. Ein Aktenstück der „Kellerey" St. Wendel von 1603 gilt als das älteste bekannte Zeugnis. Dort steht, dass an der Stelle der heutigen Kirche ein Bildstock stand, vor dem die andächtigen Leute ihr Gebet verrichteten (Schulchronik von Güdesweiler, Seite 10). Im Mittelalter gehörte Güdesweiler zur Pfarrei Bliesen im Dekanat Wadrill des Erzbistums Trier. Bei der Neuordnung 1803 kam es zur Pfarrei Namborn und mit dieser vorübergehend bis 1825 zum Bistum Metz und dann bis heute zu Trier.

Am 25. November 1941 wurde Güdesweiler als Vikarie Christkönig und am 20. Mai 1947 zur Pfarrei erhoben. Die Filiale Steinberg-Deckenhardt, bisher Pfarrei Wolfersweiler, ist 1949 nach Güdesweiler umgepfarrt worden.

17. Februar 1924
Beschluss des Kapellenvorstandes zum Bau einer Pfarrkirche mit Pfarrhaus und Ökonomiegebäude

15. September 1924
Erster Spatenstich zum Neubau der Pfarrkirche

Winter 1924/25 bis Juli 1926
Einstellung der Bauarbeiten

Juli 1926
Wiederaufnahme der Bauarbeiten

10. Oktober 1926
Feierliche Grundsteinlegung durch Pfarrer Opp, Heusweiler

Dreifaltigkeitssonntag 1928
Feierliche Benediktion durch Pfarrer Girst, Namborn Erste Heilige Messe in der neuen Pfarrkirche

27. August 1944
Einweihung der Glocken („Josef", „Matthias", „Angelusglocke")

19. März 1946
Einbau einer Warmluftheizung

1949
Neubau eines Pfarrhauses

1952
Überführung der Kreuzigungsgruppe vom Kreuzbau in die Pfarrkirche

28. November 1954
Feierliche Einweihung der neuen Orgel

1956
Die Kirche erhält den ersten Außenputz

02. Februar 1969
Feierliche Konsekration der Pfarrkirche durch Weihbischof Carl Schmidt

Dezember 1985
Kirche wird wegen Einsturzgefahr des Daches und des Turmes geschlossen

23. Mai 1986
Erster Gottesdienst in der renovierten und wieder geöffneten Pfarrkirche

Bauherren und Pfarrer in der Bauphase:
Kirchbauverein (gegr. 03.12.1905), später Kapellenvorstand; Pfarrer Girst, Namborn

Architekten:
Prof. L. Becker und A. Falkowski, Mainz

Maurerarbeiten:
Baugeschäft Maar, Dirmingen

Baukosten 1928:
1 630 254,56 Frs (einschl. Nebenkosten und Zinsbelastung)

Gebäudemaße:

  • Hauptschiff: Länge = 32,25m; Breite = 15,15m; Höhe = 13,45m
  • Zwei halbrunde Seitenschiffe: Durchmesser je = 10,36m Höhe = 11,23m
  • Halbrunder Chor mit Hochaltar: Durchmesser = 8,56m Höhe = 9,93m
  • Achteckiger Turm: Höhe 46,00m
     

Kirchenausstattung:

  • Im Hauptschiff beidseitig jeweils 22 Bankreichen (je 9 Personen)
  • Im linken Seitenschiff 4 Bänke (je 9 Personen)
  • Orgel der Firma Gebr. Späth OPUS 599 aus Ennetach/Württemberg
  • zwei Manuale
  • ein Pedal mit insgesamt 1192 Pfeifen (größte 5,44 m; kleinste 11 mm)
  • 16 Register
  • 3 Glocken der Firma A. Mark, Borscheid - Tonhöhe F, A, C (1954)
  • Taufbecken in der Taufkapelle (1952 gestiftet)
  • Schmiedeeisernes Tor an der Taufkapelle (J. Nonninger)
  • Kreuzigungsgruppe (Hochaltar) von 1769
  • Anna-Selbdritt-Gruppe von ca. 1486 (Holz), (Mutter Anne mit Maria und Jesus auf dem Schoß)