Der Frauenkreis Namborn blickt auf 39 Jahre Arbeit zugunsten der Pfarrei und der Ärmsten der Armen in Südamerika zurück.


1972 begann alles mit dem Stricken von Decken für die Mission in Südamerika. Aus kleinen Anfängen entwickelte sich bald eine Gruppe, die vielfältigste Handarbeiten herstellte und zum Verkauf anbot. Die großen Handarbeitsausstellungen, jeweils am 1.Adventsonntag in der Schulturnhalle Namborn, mit einem reichhaltigen Angebot an gestickten Decken, gehäkelten Deckchen, gestrickten Stümpfen, ergänzt durch Gestecke und immer wieder neuen Deko-Ideen, Plätzchen- und Marmeladenverkauf im „Hexenhäuschen“ u.v.m. wurden der Mittelpunkt des ganzjährigen Engagements. Es war jedoch nicht nur der Verkauf, auch das Miteinander war ein großes Anliegen an diesem Tag. So wurde der 1.Advent immer auch als Pfarrnachmittag gestaltet, mit Beiträgen des Musikvereins Namborn, der Kath. Jugend, dem Besuch des Hl.Nikolaus mit Geschenken für alle Kinder, und Beisammensein bei Kaffee und Kuchen. Viele Einzelpersonen und Vereine haben den Frauenkreis in all den Jahren tatkräftig unterstützt, angefangen bei den Vorbereitungen, mit Einrichten der Halle, bis hin zu den großzügigen Spenden von Kuchen und Gewinnen für die reichhaltige Tombola. Alles für einen guten Zweck.


Eine zweite, kleinere Handarbeitsausstellung wurde ab Mitte der 80er Jahre in der Osterzeit ergänzt.


Unterstützt wurden mit dem Erlös neben der Pfarrei Maria Himmelfahrt insbesondere die pfarrangehörigen Ordensleute in Südamerika, so Pater Alfons Hasenfratz bis zu seinem Tod, und bis zum heutigen Tag die Trierer Josefsschwestern mit der aus Namborn stammenden Sr.Emerentia Hein. Geistlich begleitet und unterstützt wurde der Frauenkreis von Anfang an von Pastor Franz Schlemmer, auch über seinen Abschied aus Namborn 1990 hinaus.


Neben den wöchentlichen Treffen im Pfarrsälchen und der Heimarbeit zur Herstellung der Handarbeiten engagierten sich die Frauen auch immer aktiv in der Pfarrei, u.a. mit dem Angebot von Wallfahrten , auch auf Dekanatsebene, der Gestaltung des Weltgebetstag der Frauen, und Organisation des Kirchencafe`s an den Namborner Dorffesten. Weitere soziale Projekte (wie z.B. die Russlandhilfe) wurden unterstützt, 1992 wurde das Fenster der Hl.Elisabeth in der Wendalinuskapelle Pinsweiler gestiftet.


Daneben ist die Geselligkeit nie zu kurz gekommen. Standen am Anfang in den 70er Jahren 1-Tages-Fahrten in die nähere Umgebung auf dem Programm, wurden später Mehrtagesfahrten organisiert, seit dem Fall der Mauer schwerpunktmäßig in die neuen Bundesländer. Zum 20. Jubiläum ging es dann nach Lourdes, zum 25. nach Lisieux. Während dieser Fahrt wurde die Patenschaft für einen Friedensbaum auf dem Soldatenfriedhof in La Cambe übernommen. Auch ein Besuch in unserer französischen Partnerstadt Langeac durfte nicht fehlen.


Die große Kontinuität in der Arbeit des Frauenkreises wurde nicht zuletzt durch die langjährige 1.Vorsitzende Marlene Schneider gewährleistet, die den Frauenkreis bis zu ihrem Tod 2005 leitete.

 

Durch die Altersstruktur des Frauenkreises bedingt finden seit 2003 keine eigenständigen Handarbeitsausstellungen mehr statt. In kleinerem Umfang erfolgt der Verkauf von Handarbeiten, v.a. dem „Dauerbrenner“ selbstgestrickte Stümpfe, in Verbindung mit einem Eine-Welt-Verkauf („Bolivien-Markt“) im Rahmen des Pfarrfestes jährlich am 1.Advent. Auch die Organisation des Bereiches Kaffee-Kuchen obliegt hier weiter dem Frauenkreis.


Hinzu kommen weiterhin die Aktivitäten, wie zuletzt an Fronleichnam , oder die Ausrichtung des Weltgebetstages der Frauen im 3jährlichen Wechsel mit Baltersweiler und Furschweiler. Besonderes Augenmerk gilt weiterhin der Unterstützung der Bolivienpartnerschaft des Bistums. Anläßlich des 50. Partnerschaftsjubiläums wurde im letzten Herbst eine Informationsveranstaltung mit bolivianischen Josefsschwestern durchgeführt.

 

Heute gehören 22 Mitglieder dem Frauenkreis an, davon noch 5 seit der Gründung . Neue Mitstreiter sind jederzeit willkommen.


Verantwortliche: Dr.Gabriele Schneider-Lüder